Nord- und Ostsyrien kritisiert Ausschluss von syrischen Wahlen
Am heutigen Montag beginnen in Syrien Wahlen zur Volksversammlung, dem Parlament. Zwei Drittel der Abgeordneten werden über regionale Wahlkollegien gewählt, ein Drittel direkt von Präsident al-Scharaa berufen. Die drusische Region Suweida und Nord- und Ostsyrien können nicht an den Wahlen teilnehmen.
Khaled Davrisch, Repräsentant der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Deutschland, erklärt hierzu:
„Dass Suweida und Nord- und Ostsyrien von den Wahlen ausgeschlossen werden, zeigt: Diese Wahlen sind nicht demokratisch. Die Volksversammlung wird nicht den Willen des syrischen Volkes widerspiegeln. Die Übergangsregierung begründet den Ausschluss mit der Sicherheitslage, dabei ist Nord- und Ostsyrien seit Jahren das sicherste Gebiet in ganz Syrien. Während des Bürgerkrieges haben hunderttausende Vertriebene bei uns Schutz gesucht und gefunden. Es braucht einen umfassenden politischen Übergangsprozess, an dem alle Bevölkerungsgruppen teilnehmen können, mit einer föderalen Verfassung als Ziel. Sonst wird sich Syrien nicht stabilisieren.“
Mehr dazu lesen Sie in dieser Erklärung der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien: https://nordundostsyrien.de/erklaerung-ausschluss-wahlen/
