Pressemitteilung

 

Angriffe auf Zivilbevölkerung in Aleppo: Nord- und Ostsyrien fordert diplomatisches Eingreifen

 

Frau Elham Ahmad, Außenbeauftragte der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, äußerte sich in einer Pressekonferenz am 13.01.2026 zu den Angriffen auf die Stadtteile Ashrafiya und Sheikh Maqsoud in Aleppo. Nach Angaben Ahmads führten Angriffe der syrischen Übergangsregierung zu schweren Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, großflächiger Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen.

Zitat von Elham Ahmad:

„Wir rufen die Vereinigten Staaten und die Europäische Union auf, die Entwicklungen in Aleppo und Nord- und Ostsyrien nicht nur zu beobachten, sondern aktiv diplomatisch zu intervenieren. Nur durch internationalen Druck und klare Garantien kann die Übergangsregierung zum Dialog verpflichtet werden. Nur so können weitere Massaker an Syrerinnen und Syrern verhindert werden.“

Ahmad betonte, dass den Angriffen eine mediale Kampagne vorausgegangen sei, die falsche Darstellungen über die Präsenz der SDF und schwerer Waffen in Aleppo verbreitete. Tatsächlich seien die Gebiete lediglich durch leicht bewaffnete Asayish-Kräfte gesichert gewesen. Die Angriffe hätten zu massiven Zerstörungen geführt, der Zugang zu den betroffenen Stadtteilen sei blockiert, und die Suche nach Verletzten und Vermissten werde erheblich erschwert.

Die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien ruft die internationale Gemeinschaft zu sofortigem Handeln auf, um Dialog und politische Lösungen zu fördern. Ahmad warnte außerdem vor einer weiteren Eskalation, etwa in der Region Deir Hafer. Dies könne zu Chaos führen, das über die Grenzen Syriens hinausreicht.

Am 10. März 2025 vereinbarten Nord- und Ostsyrien und die Übergangsregierung in Damaskus in einem Grundlagenabkommen einen landesweiten Waffenstillstand und die Einigung über eine Integration aller militärischen und zivilen Institutionen der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in den neuen Staat. Das vollständige Abkommen finden Sie hier: https://nordundostsyrien.de/abkommen-zukunft-syrien/