Pressemitteilung
Kobane weiter belagert
Die Belagerung der syrisch-kurdischen Stadt Kobane durch Milizen der Übergangsregierung ist nach wie vor nicht aufgehoben. Trotz vereinzelter Berichte über vereinbarte humanitäre Korridore und Waffenruhen hat sich die Lage vor Ort nicht grundlegend verbessert. Die Stadt ist weiterhin weitgehend abgeschnitten, mit blockierten Straßen und eingeschränktem Zugang für Hilfslieferungen.
Seit fast 20 Tagen sind große Teile der Stadt – darunter zahlreiche Binnenvertriebene – ohne Wasser, Strom und Internet. Die Versorgung mit grundlegenden Gütern bleibt unzureichend, und Hilfsorganisationen können nur begrenzt Unterstützung leisten. Die Unterbrechung von Wasser- und Stromversorgung verschärft die humanitäre Notlage erheblich.
Die Wasserbehörde von Kobane erklärte am Mittwoch in einer Stellungnahme, dass die Wasserversorgung der Stadt seit nahezu 20 Tagen unterbrochen ist: „Wir, die Wasserbehörde von Kobane, geben bekannt, dass wir seit dem 18. Januar 2026 unter einer erdrückenden Belagerung leben, in deren Verlauf sämtliche grundlegenden Lebensnotwendigkeiten abgeschnitten wurden.“
„Die internationale Gemeinschaft und humanitäre Akteure dürfen nicht länger wegsehen. Sie müssen unverzüglich den humanitären Zugang nach Kobane durchsetzen und die vollständige Aufhebung der Belagerung verlangen, um weiteres Leid der Zivilbevölkerung zu verhindern“, erklärte Khaled Davrisch, Repräsentant von Nord- und Ostsyrien in Deutschland.
