Pressemitteilung: Nord- und Ostsyrien besorgt über Gewalt gegen Drusen
Im Süden Syriens kam es in den letzten Tagen zu islamistischen Angriffen auf die drusische Religionsgemeinschaft. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat mindestens 17 Todesfälle dokumentiert (https://www.syriahr.com/en/360938/). Bereits Anfang März kam es an der Westküste des Landes zu Angriffen auf alawitische Dörfer und Städte, mehrere hundert Menschen wurden ermordet.
Khaled Davrisch, Repräsentant der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Deutschland, kommentiert:
„Die Berichte über Angriffe von Islamisten auf Drusen sind besorgniserregend. Sie zeigen, dass die Zentralregierung unter Präsident al-Scharaa keine vollständige Kontrolle über die islamistischen Milizen im Land haben. Die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien setzt sich weiterhin für Versöhnung und ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen ein. Nur durch eine Dezentralisierung des Landes mit Rechten für alle Bevölkerungsgruppen wird es Stabilität in Syrien geben.“
