Pressemitteilung

Austausch mit dem BMZ zur Sicherung von Frauenrechten und kurdischsprachiger Bildung

 

Berlin, 5. März 2026 – Elham Ahmad, Außenbeauftragte von Nord- und Ostsyrien, und Rohilat Afrin, Oberkommandeurin der Frauenverteidigungseinheiten YPJ, führten im Rahmen ihres Deutschland-Besuchs Gespräche mit Annette Chammas, Leiterin des Referats Mittlerer Osten II des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie die Bundesregierung die Umsetzung des Abkommens vom 29. Januar zwischen Damaskus und der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien unterstützen kann. Die Gesprächspartner betonten dabei die zentrale Bedeutung von Frauenrechten für die Stabilität und demokratische Entwicklung Syriens sowie die Notwendigkeit eines inklusiven Wiederaufbaus, der alle Regionen Syriens – einschließlich der kurdischen Gebiete – umfasst.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Recht auf muttersprachliche Bildung. Elham Ahmad unterstrich: „Der Erhalt von muttersprachlichem Unterricht in den kurdischen Gebieten ist für die Selbstverwaltung essentiell. Unsere Kinder müssen weiterhin in Kurdisch unterrichtet werden. Dies ist nicht nur ein kulturelles Recht, sondern ein fundamentales Menschenrecht.“

Die Delegation aus Nord- und Ostsyrien/Rojava, betonte, dass eine nachhaltige Friedenslösung in Syrien nur gelingen kann, wenn die Rechte aller Bevölkerungsgruppen – insbesondere von Frauen – gewährleistet werden und alle Landesteile in den Wiederaufbau einbezogen werden.