Pressemitteilung

Einigung zwischen Übergangsregierung und SDF

 

Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und die syrische Übergangsregierung haben ein umfassendes Abkommen geschlossen, das einen Waffenstillstand sowie die schrittweise Integration militärischer und administrativer Strukturen vorsieht. Die Einigung markiert einen wichtigen Schritt zur Deeskalation der Gewalt in Nord- und Ostsyrien und soll die Grundlage für Stabilität, inneren Frieden und eine politische Perspektive schaffen.

Das Abkommen umfasst unter anderem den Rückzug bewaffneter Kräfte von den bisherigen Kontaktlinien, die Zusammenführung militärischer Einheiten sowie die Integration ziviler und administrativer Institutionen. Der Integrationsprozess soll schrittweise und verantwortungsvoll erfolgen und die Würde sowie die Rechte aller Bevölkerungsgruppen wahren.

Elham Ahmad, Außenbeauftragte der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, erklärte:

„Wir sprechen den Vermittlern, allen voran den USA und Frankreich, die sich intensiv um eine Einigung zwischen der syrischen Regierung und den Syrischen Demokratischen Kräften bemüht haben, unseren tiefen Dank aus. Diese Einigung stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Stabilität dar. Wir hoffen, dass sie die Rolle von Garantiemächten für den Integrationsprozess übernehmen werden.“

Weiter betonte Ahmad die Relevanz internationaler Garantiemächte:

„Der Einsatz von Garantiemächten soll einen verantwortungsvollen und schrittweisen Integrationsprozess gewährleisten, der Partnerschaft sichert, die Würde aller Bevölkerungsgruppen wahrt und den Weg für eine gerechte und ausgewogene Entwicklung in allen Regionen ebnet. Wir bekräftigen unser Engagement für einen Prozess, der der Einheit Syriens dient, den inneren Frieden stärkt und die sichere und würdevolle Rückkehr der Bevölkerung von Afrin und Serekaniye in ihre Gebiete ermöglicht.“

Das Abkommen erfolgt vor dem Hintergrund einer weiterhin dramatischen humanitären Lage in Nord- und Ostsyrien. Insbesondere in Städten wie Kobanê sind hunderttausende Menschen von Vertreibung, Belagerung sowie dem Mangel an Wasser, Strom, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung betroffen. Internationale Organisationen warnen seit Wochen vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise.

Die SDF betonen, dass die Vereinbarung einen ersten, aber entscheidenden Schritt darstellt, um weiteres Leid der Zivilbevölkerung zu verhindern und die Voraussetzungen für einen nachhaltigen politischen Prozess zu schaffen. Weitere Details zur Ausgestaltung und Umsetzung des Abkommens werden in Kürze veröffentlicht.

Das vollständige Statement der Syrischen Demokratischen Kräfte ist abrufbar unter:
https://sdf-press.com/archives/47816