Pressemitteilung

Elham Ahmad und Rohilat Afrin im Bundestag: Internationale Beobachtung zur Umsetzung des Abkommens gefordert

 

Auf Einladung des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow, führten die Außenbeauftragte der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, Elham Ahmad, und die YPJ-Kommandeurin Rohilat Afrin ein überparteiliches Gespräch im Bundestag zur aktuellen Lage in Syrien.

Im Mittelpunkt standen die Krise im syrischen Übergangsprozess sowie die Umsetzung des Abkommens vom 29.01. Beide forderten eine internationale Beobachtergruppe zur Begleitung des Abkommens und warnten vor einer wachsenden Gefahr innergesellschaftlicher Konflikte.

Rohilat Afrin betonte:
„Es gibt zu wenig internationale Unterstützung für die Umsetzung des 29. Januar. Die Gefahr eines Krieges zwischen den Bevölkerungsgruppen in Syrien besteht. Als Frauen in Syrien sind wir besorgt.“

Zugleich unterstrich sie, dass die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) Teil einer neuen syrischen Armee werden müssten:
„Frauen müssen sich selbst schützen, sich selbst verteidigen können. Dafür braucht es Druck auf Damaskus.“

Elham Ahmad erklärte:
„Ein Neuanfang in Syrien braucht internationale Garantien, eine inklusive Verfassung und die Sicherung von Frauenrechten, sowie den Wiederaufbau im ganzen Land.“