Erklärung zur Generalmobilmachung in Nord- und Ostsyrien
Die mit der Übergangsregierung in Damaskus verbündeten Milizen haben gegen die Vereinbarung verstoßen und seit gestern Morgen bis jetzt an mehreren Fronten Angriffe auf unsere Streitkräfte gestartet, obwohl wir uns um friedliche Lösungen bemüht und unseren guten Willen gezeigt haben, unter anderem durch den Rückzug aus bestimmten Gebieten. Damaskus besteht jedoch darauf, die Kämpfe fortzusetzen und den militärischen Weg weiter zu verfolgen.
Deshalb rufen wir unser Volk dazu auf, in höchster Alarmbereitschaft zu bleiben, sich auf das Prinzip der Selbstverteidigung zu stützen, zu seinen Streitkräften zu stehen, seine Städte zu schützen und sich an den Kämpfen zur Verteidigung der Würde zu beteiligen.
Das Ziel dieser Angriffe ist es, die mit dem Blut unserer jungen Männer und Frauen geschmiedete Brüderlichkeit zu zerstören, Zwietracht und Gewalt zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Nord- und Ostsyrien zu säen, die indigenen Gemeinschaften Syriens anzugreifen und der Vielfalt Syriens eine einzige Farbe aufzuzwingen.
Wir befinden uns daher an einem kritischen Punkt: Entweder wir leisten Widerstand und leben in Würde, oder wir werden allen Formen der Unterdrückung und Demütigung ausgesetzt sein. Dementsprechend rufen wir unser Volk auf, auf die von der Selbstverwaltung verkündete Entscheidung zur allgemeinen Mobilmachung zu reagieren und Schulter an Schulter mit den Syrischen Demokratischen Kräften und den Frauenverteidigungseinheiten zu stehen. Wir rufen auch alle Teile unseres Volkes – insbesondere junge Männer und Frauen – dazu auf, sich zu bewaffnen und sich auf mögliche Angriffe in der Region Jazira und Kobane vorzubereiten.
Wir müssen verstehen, dass wir uns in einem existenziellen Krieg befinden. Um die Errungenschaften unserer Revolution und unsere Identität zu bewahren, gibt es nur eine Option: den Widerstand des Volkes. Deshalb rufen wir unser Volk dazu auf, sich um seine Kräfte zu scharen, sich zu vereinen, um diesem brutalen Angriff entgegenzutreten, und dafür zu sorgen, dass alle in höchster Alarmbereitschaft bleiben.
Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien,
18.01.2026
