Erklärung zu Angriffen auf Zivilisten in der Küstenregion

Syrien erlebt derzeit eine neue Welle von Spannungen, insbesondere an der syrischen Küste, wo Zivilisten direkt angegriffen werden. Dies droht die Region in eine neue Spirale der Gewalt zu stürzen und belastet die Bevölkerung, die noch nicht von den Wunden eines langjährigen Krieges geheilt ist, zusätzlich. Darüber hinaus wurden die Angriffe auf bestimmte Gebiete in der Provinz Suweida wieder aufgenommen.

Diese Eskalation durch Angriffe auf friedliche Demonstranten, die ihre Rechte und ein würdiges Leben auf der Grundlage von Freiheit und Gerechtigkeit fordern, stellt eine Bedrohung für den inneren Frieden dar. Diese Handlungen richten sich gegen ein Volk, das für seine nationale Haltung und sein Engagement für einen friedlichen Kampf bekannt ist. Die Beteiligung bestimmter bewaffneter Fraktionen und Gruppen, die unter verschiedenen Namen wie „Stammesaufstand“ oder „Stammeskräfte“ operieren und von Akteuren unterstützt werden, die die Einheit und Solidarität zwischen Syrern aller Bevölkerungsgruppen stören wollen, ist Teil einer systematischen Praxis, die von der Kultur des syrischen Volkes abweicht.

Wir, die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyriens, bekräftigen unsere Unterstützung für die Bestrebungen des syrischen Volkes, wo auch immer es sich befindet, und für sein Recht auf friedliche Proteste, mit denen es Demokratie, Gerechtigkeit und Gleichheit fordert. Wir betonen die Notwendigkeit, die Bemühungen zu bündeln und die Solidarität unter allen Syrerinnen und Syrern zu stärken, damit der politische und friedliche Dialog das einzige Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten und zur dauerhaften Überwindung der aktuellen Krise wird.

Wir fordern die Übergangsregierung in Damaskus auf, den Willen der Bevölkerung an der Küste, im Süden und anderen Regionen zu respektieren und vollständig auf Gewalt und den Einsatz von Waffen gegen friedliche Demonstranten zu verzichten. Die Eskalation in Homs, an der Küste, in Suweida und anderen Regionen Syriens wird gefährliche Folgen für die Zukunft des Landes und die neue Phase haben, in der die Syrerinnen und Syrer versuchen, ein demokratisches, dezentralisiertes Syrien aufzubauen und Chauvinismus und Diktatur ein Ende zu setzen.

Wir bekräftigen außerdem, dass die Angriffe auf Zivilisten und friedliche Demonstranten in Homs und den Küstenregionen sowie in Suweida einen eklatanten Verstoß gegen menschliche und nationale Werte darstellen. Sie dienen nur denen, die das Land ins Chaos stürzen wollen.

Heute brauchen wir einen echten und konstruktiven nationalen Dialog, der auf der Achtung des Willens des Volkes und seines Rechts auf freie Meinungsäußerung basiert. Dieser Dialog sollte darauf abzielen, ein pluralistisches, demokratisches Syrien für alle seine Bürgerinnen und Bürger aufzubauen.

Wir fordern außerdem ein Ende der Stimmen, die Unruhe stiften und Spannungen schüren, indem sie vorgeben, die Regierung zu unterstützen, während sie zur Spaltung der Syrerinnen und Syrer beitragen und das politische Klima verschärfen, insbesondere durch die Verbreitung von Hassreden über Medien und soziale Netzwerke.

Abschließend bekräftigen wir, dass unsere Entscheidung immer dieselbe war und auch weiterhin dieselbe bleiben wird: Frieden, Dialog, Einheit der Syrerinnen und Syrer und der Aufbau eines neuen, dezentralisierten, demokratischen Syrien.

Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien,
26.11.2025