Erklärung zum Angriff auf Zivilisten in Deir Hafir

 

Am Abend des 20. Septembers verübten mit der syrischen Übergangsregierung assoziierte und mit dem türkischen Staat verbundene Milizen ein schreckliches Massaker an Zivilisten im Dorf Umm Tina in der ländlichen Region von Deir Hafir, östlich von Aleppo. Die Angriffe begannen mit dem Einsatz von Drohnen, gefolgt von intensiven Artillerieangriffen auf die Häuser der Bewohner. Dabei wurden sieben Zivilisten – darunter Frauen und Kinder – getötet und vier weitere Personen verletzt.

Wir, die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, verurteilen dieses brutale Verbrechen aufs Schärfste. Es ist eine Fortsetzung der Aggression gegen unser Bevölkerung und zielt darauf ab, Angst und Chaos zu verbreiten. Syrien durchläuft derzeit eine heikle Phase, die die Bemühungen aller Akteure erfordert, um eine sichere und stabile Zukunft ohne Gewalt und Ausgrenzung aufbauen zu können.

Das syrische Volk leidet seit mehr als zehn Jahren unter Mord, Zerstörung und Massakern. Solche Ereignisse zeigen, dass es einigen Akteuren an Ernsthaftigkeit mangelt, wenn es darum geht, ein neues Syrien aufzubauen, das auf Freiheit, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit basiert.

In diesem Zusammenhang bekräftigen wir die Notwendigkeit, die Täter vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen und sie daran zu hindern, sich der Strafe zu entziehen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, ihrer moralischen und humanitären Verantwortung angesichts der wiederholten Angriffe auf Zivilisten nachzukommen.

Wir verurteilen dieses Verbrechen erneut. Den Familien der Opfer sprechen wir unser tiefstes Beileid aus, wir teilen ihre Trauer. Wir wünschen den Verletzten eine baldige Genesung.

Demokratische Selbstverwaltung von  Nord- und Ostsyrien,
20. September 2025